AH40.10-P-1030-01A Hinweise zu Reifen-Standplatten Typen 124, 129, 140, 163, 168, 169, 170, 171, 202, 203, 208, 210, 215, 219, 220, 240, 461, 463

Lackierung

Bei der forcierten Lacktrocknung in der Trockenkabine können ab einer Objekttemperatur > 40 °C an den Reifen Standplatten (Flatspots) durch Gewicht, Temperatur und Trockenzeit entstehen.

Hierbei handelt es sich um bleibende, irreparable Verformungen im Bereich des Reifenseitenteils und der Wulstverstärkung. Diese bleibenden Verformungen führen zu Radlastschwankungen und Vibrationen, die weder durch Wuchten noch durch Matchen der Räder beseitigt werden können.

Um Reifenstandplatten zu vermeiden, müssen sowohl konventionelle als auch Sonderschutzfahrzeuge mit so genannten "Lackierrädern" in die Lackier- und Trockenanlage eingebracht werden.

Das Aufpumpen der Originalreifen auf 4 bar reicht nicht aus, kann bei den "Lackierrädern" aber entfallen. Das Abdecken der Orginalreifen mit Schutzfolien, -platten ist ebenfalls nicht ausreichend.
  Standzeit

Reifenstandplatten, die durch lange Standzeiten > 1 Monat entstehen, können sich unter bestimmten Voraussetzungen wieder zurückbilden.
Dazu muss das Fahrzeug mit > 105 km/h über > 30 km gefahren werden (bei niedriger Aussentemperatur verlängert sich die Fahrstrecke). Danach sollten die von den Reifenstandplatten erzeugten Vibrationen nicht mehr wahrnehmbar sein.
Bei anhaltenden Vibrationen sind die Reifen zu tauschen.

Um Reifenstandplatten bei längerer Standzeit zu vermeiden, sollte das Fahrzeug mindestens einmal im Monat um 0,5 bis 1 m (120° Raddrehung) versetzt werden.

Das Erhöhen des Luftdrucks während der Standzeit bewirkt eine schlechtere Rückbildungsfähigkeit der Reifenstandplatten.